Aktuelle und künftige Anforderungen an das Gatekeeping im präklinischen Bereich

– unter besonderer Berücksichtigung der soziodemografischen Entwicklung am Beispiel zweier Grenzregionen im Burgenland

Der Rettungsdienst wird als rund um die Uhr erreichbare Einrichtung zunehmend mit Aufgaben der nicht dringlichen „einfachen“ sozialen, pflegerischen und medizinischen Primärversorgung konfrontiert. Zusätzlich wirken sich demografische Verschiebungen insbesondere in ländlichen Regionen auf die Einsatzzahlen aus. Angesichts dessen wird zukünftig ein sog. Gatekeeping für diese „Akutfälle“, also eine gezielte Ersteinschätzung und Zuweisung des richtigen Hilfsmittels, entscheidend sein.

Die Arbeit geht der Frage nach, wie dessen Strukturen aussehen müssten, um die Versorgung zu gewährleisten. Anhand zweier ländlicher Regionen wird den Auswirkungen der demografischen Änderungen auf die rettungsdienstlichen Einsatzzahlen nachgegangen. Modelle der internationalen Patientenlenkung durch Leitstellen oder Rettungsfachkräfte vor Ort durch Behandlung, Transport oder Verweisung zu passenden Ressourcen werden verglichen. Sieben standardisierte Fallbeispiele zeigen die unterschiedlichen Reaktionsmuster von 25 Rettungsdiensten aus 17 europäischen Nationen und den USA. Möglichkeiten der Adaptierung von Einsatz- und Dispositionsstrategien und Überlegungen zu Formen der Vernetzung zwischen den Institutionen, den pflegerischen und sozialen Einrichtungen werden dargestellt. Ziel ist die Sicherstellung einer adäquaten Hilfe für alle Altersgruppen und sozialen Schichten – insbesondere auch für den ländlichen Raum.


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